Heiliger der Woche: ROchus

Rochus war ein Pilger. Er lebte Mitte des 14. Jahrhunderts, wurde um 1349 geboren in die Französische Stadt Montpellier als Sohn des noblen Herrn Jean Roch de la Croix. Er wurde von seinen Eltern christlich erzogen und als junger Mann studierte er Medizin bei den Dominikanern in Montpellier. In 1358 und 1361 starben während der Pestepidemien in seiner Stadt monatelang täglich bis zu 500 Menschen. In 1366 verlor Rochus im Alter von 17 Jahren beide Eltern. Er trat in den Dritten Orden der Franziskaner ein und hat beschlossen, sein großes Vermögen den Armen zu verschenken und nach Rom zu pilgern.

 

Er pilgerte nach Rom zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus, die im Namen ihres Glaubens für den auferstandenen Christus gestorben sind. Während seiner Wallfahrt erreichte er 1367 Aquapendente bei Viterbo in Italien. Dort blieb er drei Monate und half bei der Pflege von Pestkranken: Er heilte sie und nach der Überlieferung zeigte sich dabei seine Gabe, Pestkranke allein durch das Zeichen des Kreuzes Christi wunderbar heilen zu können.

 

Anfang 1368 war er in Rom und heilte im Hospiz Santo Spirito wiederum viele Menschen, darunter einen Kardinal. Er verließ Rom 1370. Auf der Rückreise heilte er in die Italienische Stadt Piacenza wieder zahlreiche Pestkranke, bis er selbst von der Pest befallen wurde. Selbst krank hatte er sich in die Einöde zurückgezogen, um dort zu sterben. Aber täglich kam aus einem benachbarten Schloss der Hund eines Edelmanns um ihm einen Laib Brot zu bringen und eine Quelle entsprang um ihm Wasser zu geben. Dann erschien ihm ein Engel, der Rochus heilte.

 

Wieder ging er nach Piacenza um sich noch einige Zeit den Pestkranken zu widmen. Dann begab er sich auf die Heimreise nach Montpellier. Damals herrschte dort ein Bürgerkrieg. Unterwegs wurde er verhaftet und als Spion verdächtigt. Niemand erkannte ihn, auch nicht seine eigene Familie. Auch nicht der Richter, dem gegenüber er sich verantworten musste. Und dieser Richter war sein eigener Onkel. Die Tatsache, dass ein Pilger auf seiner Heimreise von den Menschen nicht erkannt wird, ist ein beliebtes Thema in mittelalterlichen Pilgergeschichten. Die Legende will darauf hinweisen, dass der Pilger durch seine Pilgerfahrt ein anderer Mensch geworden ist. Er hat begonnen, Christus zu ähneln.

 

In Voghera blieb er fünf Jahre lang in das Gefängnis. Rochus hat das Geheimnis der Pilger nicht preisgeben wollen und hat also nicht gesagt wer er war. 1379 starb er im Gefängnis im Alter von 32 Jahren. Als er gestorben war, erkannte ihn seine Großmutter an der markanten Mal in Form eines Kreuzes auf seiner Brust. Durch eine Schrift an die Wand soll ihn Gott selbst als Helfer in Pestnöten offenbart haben: „Eris in Peste Patronis.“

Darstellung und Verehrung

In sehr vielen Bildern, Gemälden und Statuen im gesamten westlichen Europa wird der heilige Rochus zumeist als ein Pilger mit einem Pilgerstab, Hund und oft mit dem pflegendem Engel dargestellt. Immer ist Roch als "romieu"-Pilger verkleidet, d.h. einen Pilger, der aus Rom zurückgekehrt ist. Folgenden charakteristischen Merkmale kommen fast immer vor in seiner ikonographie: Man stellt den heiligen Rochus oft mit der Muschel dar, dass Ende des Mittelalters zum Zeichen aller Pilger wurde. Der Muschel war ursprünglich das Zeichen des Pilgers von Santiago de Compostella. Rochus hält in der Hand den Pilgerstab, die "Hummel". Manchmal hat er einen Beutel, manchmal den Pilgerumhang (la pélérine) und oft den Pilgerhut. Weitere charakteristische Merkmale: ein Hund an seiner Seite, der manchmal einen Laib Brot im Mund trägt; ein Engel, der sich um die Wunde seines Beines kümmert, die er präsentiert, indem er ein Stück seines Gewandes anhebt. Manchmal ist das Kreuz, das er von Geburt an als ein kreuzförmig Muttermal auf seiner Brust hatte, bei Statuen entweder auf dem Körper oder auf der Außenseite des Kleidungsstücks abgebildet. Der Pilger, dessen Symbol Rochus wurde, zeichnete sich durch seine Kleidung von den gewöhnlichen Reisenden aus, aber auch durch seine Attribute, wie z.B. den Pilgerstab und die Reisetasche, die beide eine tiefe heilige und symbolische Bedeutung hatten. Die Rochusbilder tragen auchoft den Pilgerhut, die traditionelle Kopfbedeckung der Jakobspilger. Der Hut gehörte wie der Stab, die Pilgertasche und die Trinkflasche , zur üblichen Grundausstattung der Jakobspilger seit dem frühen Mittelalter. Pilger, die eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela unternahmen, befestigten eine Jakobsmuschel an der Kleidung, vorzugsweise am Hut, als Erkennungszeichen des Jakobspilgers. Der Pilgerhut erlaubte seinem Besitzer, sich auf der Wallfahrt von den Früchten des Landes zu ernähren, was sonst als Vergehen geahndet wurde.

 

Durch Jahrhunderte ist Rochus ein wichtigen Heiliger der katholischen Kirche geworden. Die römisch-katholische Kirche hat Roch de Montpellier als Schutzpatron, Beschützer und Heiler ansteckender Krankheiten geweiht, wegen seines Charismas mit den Ausgeschlossenen seiner Zeit zu sein: den Pestkranken.  Er wird in manchen Regionen in Europa zu den sogenannten Vierzehn Nothelfern gezählt und gilt als Schutzpatron der Pestkranken und der Haustiere. Dem heiligen Rochus ist der 16. August gewidmet.

Besonders verehrt in Belgien und den Niederlanden

In Italien ist "San Rocco" einer der fünf am meisten verehrten Heiligen. In Frankreich, wenn auch die Verehrung heutzutage verblasst ist, kann man feststellen, dass er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ebenso populär war, wenn man die Anzahl der Kirchen, Kapellen, Oratorien, Gefängnisse, Krankenhäuser, Friedhöfe und Straßen mit seinem Namen bedenkt. Das Ergebnis ist eine reichhaltige Ikonographie.

 

Europa erlebte 1348 die größte Pestepidemie aller Zeiten: den Großen Schwarzen Tod. Fast ein Drittel der Bevölkerung im westlichen Europa, d.h. mindestens 25 Millionen Menschen vielen ihr zum Opfer. Im religiösen Kontext des Mittelalters glauben viele, dass dies das Ende der Welt sei. In Belgien und vor allem in Flandern, hat die Pest auch im 15. und 16. Jahrhundert Opfer gefordert. Dort ist der Heilige Rochus immer sehr beliebt gewesen. Seine bewusste Verehrung reicht bis ins 19 Jahrhundert, da manche Stadt Typhus und Cholera befallen war. Fast jede Stadt hatte oftmals außerhalb ihrer Mauern eine Unterkunft für Pest- und Cholerakranken errichtet. So wurden z.B. Kranken aus der Stadt Mechelen auf einen großen Bauernhof auf dem Lande geschickt. Heute nennt man diese Höfe noch immer “Krankhöfe”. Daher kann man begreifen, dass in der Gegend manche Rochus-Kapellen noch immer da sind und dass in den Dorfkirchen sich viele Statuen, Glasfenster und Gemälde befinden, die Rochus und seine Wirken darstellen.

 

In einer dieser Dorfkirchen sieht man ein Glasfenster mit den H. Rochus, wie er die Pestkranken durch das Zeichen des Kreuzes Christi heilt. Diese Kirche besitzt auch ein beeindruckendes Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das von Jan Erasmus Quellinus gemalt wurde, der aus der Schule Pieter Paul Rubens stammt. Rubens selbst hat für die große Kirche von Aalst (Belgien) ein beeindruckendes Rochus-Gemälde geschaffen.

 

In Belgien gibt es mehrere Wallfahrtsorte, die dem H. Rochus gewidmet sind und viele kleine Rochus-Kapellen (Binkom-Lubbeek, Baum, Deinze, Aalst, usw.). Auch in den nördlichen Niederlanden genießt Rochus eine besondere Verehrung. Darüber hinaus gibt es noch immer mehrere Gilden und viele Vereine, die seinen Namen tragen. An seinem Festtag - dem 16. August - werden noch immer, von Bauern präsentierte Kräuter gesegnet, die gemischt werden, um die Tiere zu füttern, wodurch vor Infektionskrankheiten geschützt werden sollen.

 

Rochus zählt zu den sogenannten Pestheiligen und wurde einer der volkstümlichsten Heiligen. Er wird angerufen gegen Pest, Cholera und andere Seuchen sowie gegen Schmerzen in den Füßen, Knien und Beinen; auch gegen Tollwut, Rinderpest und alle Arten von Unfällen. Er ist Patron der Gefangenen, Kranken, Krankenhäuser, Pensionen, Ärzte, Chirurgen, Apotheker und Totengräber; auch von den Kunsthändlern; Landwirten, Gärtnern, Besenbindern, Tischlern und Feuerwerk-Herstellern.

Besonders verehrt in Belgien und den Niederlanden

In Italien ist "San Rocco" einer der fünf am meisten verehrten Heiligen. In Frankreich, wenn auch die Verehrung heutzutage verblasst ist, kann man feststellen, dass er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ebenso populär war, wenn man die Anzahl der Kirchen, Kapellen, Oratorien, Gefängnisse, Krankenhäuser, Friedhöfe und Straßen mit seinem Namen bedenkt. Das Ergebnis ist eine reichhaltige Ikonographie.

 

Europa erlebte 1348 die größte Pestepidemie aller Zeiten: den Großen Schwarzen Tod. Fast ein Drittel der Bevölkerung im westlichen Europa, d.h. mindestens 25 Millionen Menschen vielen ihr zum Opfer. Im religiösen Kontext des Mittelalters glauben viele, dass dies das Ende der Welt sei. In Belgien und vor allem in Flandern, hat die Pest auch im 15. und 16. Jahrhundert Opfer gefordert. Dort ist der Heilige Rochus immer sehr beliebt gewesen. Seine bewusste Verehrung reicht bis ins 19 Jahrhundert, da manche Stadt Typhus und Cholera befallen war. Fast jede Stadt hatte oftmals außerhalb ihrer Mauern eine Unterkunft für Pest- und Cholerakranken errichtet. So wurden z.B. Kranken aus der Stadt Mechelen auf einen großen Bauernhof auf dem Lande geschickt. Heute nennt man diese Höfe noch immer “Krankhöfe”. Daher kann man begreifen, dass in der Gegend manche Rochus-Kapellen noch immer da sind und dass in den Dorfkirchen sich viele Statuen, Glasfenster und Gemälde befinden, die Rochus und seine Wirken darstellen.

 

In einer dieser Dorfkirchen sieht man ein Glasfenster mit den H. Rochus, wie er die Pestkranken durch das Zeichen des Kreuzes Christi heilt. Diese Kirche besitzt auch ein beeindruckendes Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das von Jan Erasmus Quellinus gemalt wurde, der aus der Schule Pieter Paul Rubens stammt. Rubens selbst hat für die große Kirche von Aalst (Belgien) ein beeindruckendes Rochus-Gemälde geschaffen.

 

In Belgien gibt es mehrere Wallfahrtsorte, die dem H. Rochus gewidmet sind und viele kleine Rochus-Kapellen (Binkom-Lubbeek, Baum, Deinze, Aalst, usw.). Auch in den nördlichen Niederlanden genießt Rochus eine besondere Verehrung. Darüber hinaus gibt es noch immer mehrere Gilden und viele Vereine, die seinen Namen tragen. An seinem Festtag - dem 16. August - werden noch immer, von Bauern präsentierte Kräuter gesegnet, die gemischt werden, um die Tiere zu füttern, wodurch vor Infektionskrankheiten geschützt werden sollen.

 

Rochus zählt zu den sogenannten Pestheiligen und wurde einer der volkstümlichsten Heiligen. Er wird angerufen gegen Pest, Cholera und andere Seuchen sowie gegen Schmerzen in den Füßen, Knien und Beinen; auch gegen Tollwut, Rinderpest und alle Arten von Unfällen. Er ist Patron der Gefangenen, Kranken, Krankenhäuser, Pensionen, Ärzte, Chirurgen, Apotheker und Totengräber; auch von den Kunsthändlern; Landwirten, Gärtnern, Besenbindern, Tischlern und Feuerwerk-Herstellern.

Die Europäischen Heiligen der Vorwochen finden Sie hier:

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