Selige der Woche: Olympia & Lawrentia

Seligen Olympia und Lawrentia. Das Foto wurde von der Ikonographischen Schule "Rudruzh" der Ukrainischen Katholischen Universität zur Verfügung gestellt.
Seligen Olympia und Lawrentia. Das Foto wurde von der Ikonographischen Schule "Rudruzh" der Ukrainischen Katholischen Universität zur Verfügung gestellt.

Die Nonne Olympia, deren weltlicher Name Olga Bida war, stammte aus einer Bauernfamilie und absolvierte nur wenige Grundschulklassen. Im Alter von 21 Jahren wurde sie zum Mitglied der Nonnengemeinschaft des St. Joseph des Verlobten der Jungfrau Maria. Die Ziele der Gemeinde waren anderen Menschen Wohltaten zu erweisen, insbesondere den Kindern, den Waisenkindern und die zu betreuen, die Hilfe brauchen, sich um die Schönheit der Gotteshäuser zu kümmern. Olympia arbeitete mit Kindern und später mit den Jugendlichen (Mädchen). Die zweite Nonne heißt Lavrentia, weltlich Leucadia Herasymiw.

 

Das Leben der Nonnen, sowie der gesamten Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche änderte sich abrupt, als die sowjetischen Truppen 1944 einmarschierten. Olympia und Laurentia setzten ihre apostolische Arbeit in den umliegenden Dörfern fort. Die Liebe der Nonnen zu Gott war heroisch. Trotz des Verbotes beteten sie mit den Leuten weiter und dienten ihnen.

 

Im Frühjahr 1950 wurden die Schwestern vom NKWD (KGB) festgenommen und lebenslänglich nach Sibirien ins Dorf Kharsk des Tomsker Region verbannt. Dort wartete auf die Nonnen harte Arbeit: "Im Winter fällten sie die Bäume im Wald, im Sommer mähten sie Gras und machten Heu. "Die schwache Gesundheit der Nonnen erlaubte es ihnen nicht mit voller Kraft zu arbeiten, aber sie beteten viel und versuchten weiterhin den Armen und Bedürftigen zu helfen.

Das Leben der Nonnen im Exil war ein Zeugnis großen Gehorsams in den unmenschlichen Bedingungen, ein Muster der Hingabe an Gott und den Nächsten. Im Januar 1952 starb die Nonne Olympia und im August desselben Jahres die Nonne Lawrentia.

Die Übergabe von Ganzkörperreliquien der seligen Nonnen Olympia und Lawrentia aus Sibirien. Das Foto aus dem Klostersarchiv.
Die Übergabe von Ganzkörperreliquien der seligen Nonnen Olympia und Lawrentia aus Sibirien. Das Foto aus dem Klostersarchiv.

Im Jahre 2001 hat Papst Johannes Paul II. ihre Seligsprechung verkündet. Am 21. September 2005, am Fest der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria, fand die Übergabe von Ganzkörperreliquien der seligen Nonnen Olympia und Lawrentia in Lemberg statt. Jetzt ruhen sie im St. Josephs-Kloster.

 

Ein aufrichtiges Gebet zu Gott auf die Fürbitte der Nonnen hin führte zu zahlreichen geistigen und körperlichen Heilungen. Besonders viele Wunder gab es im Zusammenhang mit Geburten von Kindern bei solchen Frauen, die Probleme hatten, schwanger zu werden.

Die Europäischen Heiligen der Vorwochen finden Sie hier:

Ihr Kommentar ist gefragt:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0