Heilige der Woche: Paraskewa

Ikone der St. Paraskewa. Heimelige Ikone aus einer Privatsammlung.
Ikone der St. Paraskewa. Heimelige Ikone aus einer Privatsammlung.

In der christlichen Tradition gibt es mehrere Märtyrerinnen unter diesem Namen: Paraskewa von Rom (II. Jh.) und Paraskewa von Ikonyum (III. Jh.).

 

Darüber hinaus ist die Verehrung der seligen Paraskewa Tyrnowska, einer asketischen Nonne des XI. Jh., weit verbreitet. Der Name "Paraskewa" geht zurück auf das griechische Wort Paraskeue (Vorbereitung), was auch für den "Tag der Vorbereitung", nämlich den Freitag (vor Samstag) stand. Daher kommt die slawische Tradition die heilige Paraskewa mit «Freitag» zu bezeichnen. Nach der Sage erhielt St. Paraskewa ihren Namen, weil ihre christlichen Eltern das Leiden des Herrn verehrten und ihre Tochter am Karfreitag taufen ließen, ein weiterer Grund für die Namensgebung ist die Tatsache, dass diese Heilige ihr Martyrium am Tag der Leiden Christi vollendet hat.

 

Eine solche Symbolik - die Verbindung zwischen dem Martyrium der Christen und dem Leiden des Herrn - ist den christlichen Märtyrergeschichten von Anfang an inhärent. Dies wird über die große Märtyrerin Paraskewa von Iconium berichtet, deren Ehrentag am 10. November ist. Zahlreiche Kirchen in der Ukraine sind auf ihren Namen geweiht und viele ihrer Ikonen sind erhalten geblieben. Über die historischen Details ihres Lebens ist praktisch nichts bekannt, außer dass sie in Iconium lebte und während der Verfolgung des Kaisers Diokletian starb, wobei sie die Misshandlungen und grausame Folterungen wegen ihres Glaubens erlitt.

Antlitz von St. Paraskewa.  Das Foto wurde von der Ikonographischen Schule "Rudruzh" der Ukrainischen Katholischen Universität zur Verfügung gestellt.
Antlitz von St. Paraskewa. Das Foto wurde von der Ikonographischen Schule "Rudruzh" der Ukrainischen Katholischen Universität zur Verfügung gestellt.

Die späteren mittelalterlichen Szenen bereichern die Geschichte der Märtyrerin mit verschiedenen Details über ihr Leben und Leiden, die typisch für das hagiographische Genre sind. Viele dieser Geschichten haben ihre künstlerische Reflexion in Szenen auf den Rändern der Ikone (in den sogenannten "Medaillons") gefunden. Auf der vorgestellten Ikone haben wir drei Medaillons: "Die Heilige vor dem König, der sie die Götzen zu verehren zwingt", "Die heilige Paraskewa wird mit Kerzen gebrannt und das Feuer kehrt zu den Folterern zurück"; "Enthauptung mit dem Schwert".

 

Der Kult von St. Paraskewa-Freitag ist in der Ostkirche extrem verbreitet. Auf ihren Namen wurden viele Kirchen in Griechenland, auf dem Balkan, der Ukraine und Russland geweiht.

In der Ukraine ist Paraskewa als Patronin von Frauen, die Nadelarbeiten ausführen, bekannt. Daher war fast in jedem Haus eine Ikone der St. Paraskewa.

Ausschnitte aus der Ikone: Antlitz von St. Paraskewa.

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